Obwohl die meisten Menschen um den Zusammenhang von Gesundheit und Ernährung
wissen, nimmt der Anteil derer zu, die übergewichtig und fehlernährt sind. Risikofaktor
Nummer eins für die Gesundheit ist das Übergewicht. Inzwischen ist jeder zweite
übergewichtig und jeder fünfte adipös (fettleibig), darüber hinaus werden die Betroffenen
immer jünger.

Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Gelenkprobleme entstehen hauptsächlich durch
Über- und Fehlernährung sowie Bewegungsmangel.

Die Gründe für Fehlernährung sind vielfältig. Häufig werden die Essgewohnheiten den
modernen Arbeits- und Lebensgewohnheiten nicht angepasst. Menschen, die den ganzen
Tag vor dem Computer sitzen, ernähren sich teilweise so, als würden sie von früh bis spät
harte, körperliche Arbeit verrichten. Weniger Bewegung in Freizeit und Beruf, grundlegende
Veränderungen im Essverhalten und in der Esskultur, ein riesiges Angebot an stetig und
überall verfügbaren schmackhaften Lebensmitteln, ein zunehmender Verzehr von fett- und
zuckerreichen Lebensmitteln mit hoher Energiedichte, gestiegener Fast-Food- sowie
Außer-Haus-Verzehr und "XXL-Portionen" bringen die normale Regulierung von Hunger und
Sattsein aus dem Gleichgewicht und können zu Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen
führen.

In unserer heutigen Gesellschaft können die Menschen auf ein sehr reichhaltiges Nahrungs-
angebot zurückgreifen. Wichtig wäre, beim Einkauf darauf zu achten, wo die Lebensmittel
herkommen, wie sie hergestellt und produziert werden. Die Folgen einer nicht ausreichend
beachteten Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion sowie eine nicht artgerechte Tier-
haltung stellen langfristig ein ökologisches Problem für die Umwelt und Landwirtschaft dar.
Nahrungsmittel, die mit Pestiziden und Zusatzstoffen behandelt werden, können sich
negativ auf die Gesundheit der Menschen auswirken und zu Allergien und Darmkrankheiten
führen. Die Organisation Slow Food fordert eine gesunde, nachhaltige Nahrungsmittel-
produktion ohne Pestizide und chemische Zusatzstoffe sowie eine artgerechte Tierhaltung
und die Bevorzugung regionaler Betriebe beim Einkauf.

Ein achtsamer Umgang mit den natürlichen Ressourcen bei der Nahrungsmittelherstellung
würde die Ressourcen der Umwelt für nachkommende Generationen schonen. Gesunde,
frische Produkte ohne Zusatzstoffe sind eine Chance für mehr Gesundheit, weniger
Übergewicht und weniger Zivilisationskrankheiten.


aktualisiert am 11.12.2017